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Use Case

Wingcopter

WERKSTRANSPORT ZWISCHEN ZWEI STANDORTEN PER DROHNE

Was sonst ein Kleinlaster macht, geht per Drohne viel schneller, leiser und umweltfreundlicher. Wingcopter testete für das Industrieunternehmen Merck einen Transport von Proben von einem Werk in das zentrale Labor.

Der Drohnenhersteller Wingcopter ist neben der Merck KGaA und der Frankfurt University of Applied Sciences ein Teilnehmer des Projekts „ProGeDa – Probentransport zwischen Gernsheim und Darmstadt“. Wingcopter stellte hierfür die Spezial-Drohne her, plante und führte den Flugbetrieb durch und koordinierte alle luftfahrtrechtlichen Fragen.

Auf einen Blick

Ortung
per LTE
0 km
BVLOS fliegen
Luftlage
Darstellung
0 m
Flughöhe
Drohnen
Werkstransport

Das Ziel

Zum Unternehmen Merck, das seinen Hauptsitz in Darmstadt hat, gehören verschiedene Werke im Umland. Zwischen diesen Standorten müssen regelmäßig Proben und andere Stoffe transportiert werden, dies geschieht normalerweise per Transporter. Wie dieser regelmäßige Werksverkehr schneller, effizienter, umweltfreundlicher und kostengünstiger gestaltet werden kann, war Kernaufgabe des Projekts „ProGeDa – Probentransport zwischen Gernsheim und Darmstadt“. Bislang übernimmt den Transport ein Kleintransporter, der zweimal werktags die Strecke zwischen den Werken befährt. Der Drohnenhersteller Wingcopter hat hierfür eine Spezial-Drohne hergestellt und war mit der Planung & Durchführung der Drohnenmission beauftragt wurde. Droniq unterstützte den Flugbetrieb mit einem Live Luftlagebild des Flugverkehrs im Nahbereich und stellte Hardware zur Ortung der Drohne sowie des Flugverkehrsentlang der Strecke zur Verfügung.

Die Umsetzung

Anfang Februar 2020 flog die Drohne von Wingcopter einen Behälter mit Pigmentproben von dem Merck-Standort Gernsheim zum Labor im rund 25 km entfernten Unternehmenssitz in Darmstadt, wo die Proben zur Sicherstellung der Qualität im laufenden Produktionsprozess analysiert werden müssen. Die Drohne flog automatisiert nach einer vorprogrammierten Route sicher über Autobahnen, Wohngebiete sowie in der Nähe des stark frequentierten Flugplatzes Egelsbach. Dabei stand sowohl in Gernsheim als auch in Darmstadt ein Pilotbereit, der im Notfall hätte eingreifen können. Nachdem die Drohne sicher in Darmstadt gelandet war, wurde die Probe entnommen und die Drohne flog auf ihrem vorgegebenen Kurs wieder nach Gernsheim zurück.

Unser Beitrag

Da die Drohne von Wingcopter vollkommen automatisiert flog, mussten die Notfall-Piloten an den Start und Landeplätzen immer ein aktuelles Bild des übrigen Flugverkehrs haben. Dafür stattete Droniq die Drohne mit einem HOD4track aus, das über das Mobilfunknetz der Telekom sekündlich seine Position an das UAS Traffic Management System (UTM) der DFS Deutschen Flugsicherung GmbH sandte. Das HOD4track wurde komplett in das Fluggerät integriert. Über ein webbasiertes Display wurden die Position der Drohne sowie die Positionsdaten von relevantem Flugverkehr angezeigt. Dafür wurden entlang der Strecke zwei Bodenstationen von Droniq aufgestellt (Ground-based Situational Awareness System, GBSAS), die die Positionsdaten von bemanntem Flugverkehr empfangen und ebenso an das UTM senden.

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