Beratung

Erstellung Risikobewertung SORA & Betriebsbeschreibung ConOps für Drohnen

Betriebskonzept & Risikoanalyse (SORA für Drohnen) in der speziellen Kategorie

Die SORA (Specific Operations Risk Assessment) ist das von JARUS entwickelte Verfahren zur systematischen Risikobewertung von Drohnenoperationen in der speziellen Kategorie. Sie dient als anerkannte Methodik der europäischen Luftfahrtbehörden zur Bewertung von Risiken im Drohnenbetrieb und bildet die Grundlage für eine Betriebsgenehmigung nach EU-Recht.

Im Zentrum der SORA stehen die strukturierte Risikoanalyse, die Einstufung in Risikoklassen (Ground Risk Class – GRC und Air Risk Class – ARC) sowie die Ableitung geeigneter Abhilfemaßnahmen und Schutzmaßnahmen für Menschen, Infrastruktur und andere Luftfahrzeuge.

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Vorteile

  • Großes Kompetenzset aus bemannter und unbemannter Luftfahrt
  • Erfahrungswerte aus der Zusammenarbeit mit Luftfahrtbehörden, LBA, BMDV und EASA
  • Direkter Kontakt zu UAS-Herstellern für technische Unterstützung und notwendige Dokumente
  • Einreichung eines fertigen Betriebskonzeptes (ConOps) inkl. Risikobewertung SORA

Ablauf

Schritt 1: Beschreibung der Operation im CONOPS 

Im ersten Schritt des SORA-Prozesses wird die geplante Operation detailliert beschrieben. Dazu zählen: 

  • Organisation des UAS Betriebs: Struktur, Verantwortlichkeiten, Personal, Qualitätssicherung, Training und Wartung
  • Ort des Flugbetriebs: Lufträume, UAS-Gebiete und Einsatzumgebung 
  • Eingesetzte Drohnen und luftfahrtbezogenen Eigenschaften
  • Betrieb innerhalb oder außerhalb der Sichtweite (VLOS/BVLOS)
  • Standardisierte Verfahren für Planung, Durchführung und Dokumentation von Drohnenflügen 
  • Sicherheits- und Notfallverfahren bei Kontrollverlust, Unfällen oder Bränden
  • Betriebsgrenzen, Schutzmaßnahmen und Meldung von Ereignissen 

Diese Angaben sind entscheidend für die spätere Risikoeinstufung 

 

Schritt 2: Ground Risk Class (GRC) –Bodensrisikoklasse bestimmen 

Die Ground Risk Class (GRC) beschreibt das Risiko für Menschen und Infrastruktur am Boden. Die Bestimmung der Bodensrisikoklasse erfolgt anhand von: 

  • Bestimmung der Risikoklassen und Risikoeinstufung 
  • Ermittlung der initialen Ground Risk Class (GRC) und Air Risk Class (ARC) 
  • Analyse betriebsbedingter Boden- und Luftrisiken 
  • Festlegung der finalen Boden- und Luftrisikoklassen 
  • Taktische Minderungsmaßnahmen und Bewertung ihrer Robustheit 
  • Bestimmung der Airspace Encounter Category (AEC) und des SAIL-Wertes 
  • Identifikation der betrieblichen Sicherheitsschritte (Operational Safety Objectives – OSO) 
  • Prüfung ortsbezogener Schutz- und Abhilfemaßnahme 

Anschließend werden mögliche Risikominderungsmaßnahmen definiert, um die GRC zu reduzieren. Das Ergebnis ist eine angepasste Ground Risk Class GRC. 

 

Schritt 3: Luftrisikoanalyse und SAIL-Wert 

Parallel zur Bodenrisikobewertung erfolgt die Analyse der Risiken in der Luft. Daraus ergibt sich die Air Risk Class und in Kombination mit der GRC der SAIL-Wert (Specific Assurance and Integrity Level). 

Der SAIL-Wert (z. B. SAIL II) bestimmt die Anforderungen an:

  • technische Maßnahmen 
  • operationelle Verfahren 
  • organisatorische Verantwortlichkeiten 

Abhilfemaßnahmen, Schutzmaßnahmen und Risikominderung 

Basierend auf der Risikoanalyse werden konkrete Maßnahmen zur Risikominderung definiert. Dazu gehören: 

  • technische Schutzmaßnahmen am UAS 
  • operationelle Verfahren 
  • Schulung der Fernpiloten 
  • organisatorische Prozesse und Verantwortlichkeiten 

Diese Maßnahmen sind essenziell für eine positive Bewertung durch die Behörde. 

PDRA, Standard-Szenarien und Anwendung der SORA 

In bestimmten Fällen kann auf eine PDRA (Pre-Defined Risk Assessment) zurückgegriffen werden. Diese vereinfachten Verfahren gelten für standardisierte Operationen, ersetzen jedoch nicht immer ein individuelles CONOPS. 

Wir prüfen für Sie, ob eine PDRA anwendbar ist oder ob eine vollständige SORA erforderlich ist. 

 

Betriebsbeschreibung (ConOps)

Was ist ein ConOps? Betriebskonzept für SORA Specific Operations Risk 

Ein ConOps (Concept of Operations) beschreibt das vollständige Betriebskonzept einer Drohnenmission. Es ist ein zentrales Dokument im SORA-Verfahren und stellt alle relevanten Informationen zum geplanten Einsatz, zu den Drohnenflügen, zum Luftraum, zu Verantwortlichkeit und zur Durchführung dar.

Das ConOps bildet die Basis für die anschließende SORA (Specific Operations Risk Assessment und ist zwingend erforderlich für Anträge bei den zuständigen Luftfahrtbehörden

 

Rechtlicher Rahmen: EU, JARUS (Rulemaking on Unmanned Systems) 

Die SORA-Methodik basiert auf dem internationalen Rulemaking on Unmanned Systems der Joint Authorities of Rulemaking on Unmanned Systems (JARUS) und ist in der EU über die entsprechende Verordnung für den Drohnenbetrieb umgesetzt.

Sie findet Anwendung bei:

 

  • Drohnenoperationen außerhalb der offenen Kategorie
  • komplexen Missionen mit erhöhtem Risiko
  • BVLOS-Flügen über Menschen oder kritischer Infrastruktur

 

Europäische Drohnenregeln und rechtlicher Hintergrund (EU 2019/947 & 2019/945)

Seit dem 01. Januar 2021 gelten europaweit harmonisierte Drohnenregeln gemäß den Verordnungen (EU) 2019/947 und (EU) 2019/945. Diese Regeln den Drohnenenbetrieb innerhalb der EU einheitlich und schaffen eine gemeinsame Grundlage für die Luftfahrt und den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge (UAS)

Nach Ablauf der Übergangsfrist müssen Fernpiloten neue Qualifikationen für den Betrieb in den Kategorien A1/A3 oder A2 erwerben. Für Einsätze in der speziellen Kategorie ist –  abhängig von Komplexität, Einsatzgebiet und Risiken –  eine detaillierte Betriebsbeschreibung (ConOps) sowie eine Risikoanalyse nach SORA (Specific Operations Risk Assessment) erforderlich.

Risikoanalyse

Im Rahmen der Risikoanalyse / Risikobewertung  (SORA für Drohnen) werden folgende Themengebiete detailliert erläutert:

  • Bestimmung der Risikoklassen
  • Ermittlung des initialen Boden- (Ground Risk Class – kurz GRC) und Luftrisiko (Air Risk Class – kurz ARC)
  • Ermittlung der betriebsbedingten Boden- und Luftrisiken
  • Feststellung der finalen Boden- und Luftrisikoklassen
  • Taktische Minderungsmaßnahmen zur Senkung des Boden- und Luftrisikos / Robustheit der Minderungsmaßnahmen
  • Bestimmung der Airspace Encounter Category (AEC) und des SAIL-Wertes
  • Identifikation der betrieblichen Sicherheitsschritte (Operational Safety Objectives (OSO)
  • Prüfung ortsbezogener Minderungsmaßnahmen
  • uvm.

Über uns

Unsere Spezialisten sind ausgebildete Fluglehrer, Drohnen- und Berufspiloten und erstellen Ihnen digitale sowie revisionssichere Handbücher (pdf-Dokument), die Sie bei der zuständigen Behörde einreichen können. 

Gemeinsam mit Ihnen werden wir im Rahmen eines Workshops die Parameter Ihres Flugvorhaben definieren und das weitere Vorgehen besprechen. Wie ist Ihre Organisation aufgebaut, wo und zu welchem Zweck möchten Sie Ihre Flüge durchführen oder welche Drohnen möchten Sie dafür einsetzen, sind nur einige Fragestellungen. 

Im Anschluss des Workshops findet in enger Zusammenarbeit und ständigem Austausch im Rahmen von wiederkehrenden Online-Meetings mit Ihnen die Erstellung des Betriebskonzeptes sowie Risikoanalyse statt, so dass die entwickelten Konzepte auch zu Ihrem Betrieb passen und Sie im kompletten Prozess bis zur Betriebsgenehmigung ständig informiert sind und Ihre Wünsche bestmöglich umgesetzt werden können. 

Ebenfalls werden ConOps und SORA fortlaufend akribisch abgeglichen, ob beispielsweise die eingesetzte Drohne auch für das Flugvorhaben geeignet ist oder Anpassungen notwendig sind, um letztlich eine realistische Bewertung abzugeben. 

Nach ungefähr drei Monaten liefern wir Ihnen ein fertiges Betriebskonzept und fertige Risikoanalyse, die Sie bei den Behörden einreichen können. Gerne begleiten wir Sie auch in diesem Schritt des Genehmigungsprozesses und Unterstützen Sie bei der Kommunikation mit den Behörden. 

Die Firma Droniq ist ein Joint Venture der DFS Deutsche Flugsicherung und Deutsche Telekom AG und bietet eine immense Expertise in den Bereichen der unbemannten und bemannten Luftfahrt.

Unsere Aviation Consultants sind ausgebildete Fluglehrer, Drohnen- und Berufspiloten und haben einen umfassenden Überblick über das gesamte Thema.

FAQ zur Erstellung von Risikoanalysen (SORA) für Drohnen

Eine SORA (Specific Operations Risk Assessment) ist eine Methode zur Risikobewertung, die speziell für den Betrieb unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS) entwickelt wurde. Diese Methode wird von der European Union Aviation Safety Agency (EASA) gefordert und bietet einen systematischen Ansatz zur Bewertung und Minimierung der Risiken, die mit dem Einsatz von Drohnen verbunden sind.

Die Ziele der SORA (Specific Operations Risk Assessment) umfassen die Risikominimierung, den sicheren Betrieb und die Regelkonformität. Bei der Risikominimierung geht es darum, Risiken für Menschen am Boden und in der Luft zu identifizieren und zu reduzieren. Ein sicherer Betrieb stellt sicher, dass der Einsatz von UAS (unbemannten Luftfahrtsystemen) in einem akzeptablen Sicherheitsrahmen erfolgt. Schließlich unterstützt die SORA die Betreiber bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Richtlinien.

Die Schritte der SORA umfassen eine Reihe systematischer Prozesse zur Bewertung und Minderung der Risiken beim Betrieb von Drohnen.

  1. Beschreibung der Mission: Dieser Schritt beinhaltet eine detaillierte Beschreibung des geplanten Einsatzes der Drohne. Hierzu gehören Angaben zur Art des UAS, zum Einsatzgebiet, zu den Flugprofilen und zu den beteiligten Personen.

  2. Kategorisierung des Einsatzes: In diesem Schritt wird der Einsatz in eine spezifische Risikokategorie eingestuft. Diese Einstufung basiert auf Faktoren wie dem Flugort, der Flughöhe, der Flugreichweite und der Bevölkerungsdichte im Einsatzgebiet.

  3. Initiale Risikoidentifikation: Es werden die anfänglichen Risikokategorien bestimmt. Dies umfasst die Initial Ground Risk Class (GRC) für Bodenrisiken und die Initial Air Risk Class (ARC) für Luftraumrisiken.

  4. Risikominderung: Maßnahmen zur Risikominderung werden entwickelt und implementiert, um die identifizierten Risiken auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren.

  5. Bewertung der Risikominderung: Die Effektivität der umgesetzten Risikominderungsmaßnahmen wird überprüft. Falls erforderlich, werden die Maßnahmen angepasst.

  6. Finale Risikobewertung: Nach der Implementierung der Risikominderungsmaßnahmen werden die endgültigen Risikokategorien für Boden und Luft ermittelt.

  7. Dokumentation und Berichterstattung: Eine umfassende Risikobewertungsdokumentation wird erstellt, die alle durchgeführten Analysen und Maßnahmen zur Risikominderung enthält. Diese Dokumentation wird zur Genehmigung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde eingereicht.

Diese Schritte gewährleisten, dass der Betrieb von Drohnen sicher und vorschriftsmäßig erfolgt.

Die Vorteile der SORA umfassen einen strukturierten Ansatz, der einen klaren und systematischen Prozess zur Risikobewertung bietet. Sie ist flexibel und kann an verschiedene Arten von Drohnenmissionen und Einsatzszenarien angepasst werden. Zudem trägt sie zur Erhöhung der Sicherheit für den Luftverkehr und für Menschen am Boden bei.

  • CONOPS-Dokument 
  • SORA-Risikoanalyse 
  • Angaben zu UAS, Betrieb und Mission 
  • Nachweise zu Maßnahmen und Anforderungen 

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