Bis zu 3.000 € Zuschuss für Wärmebilddrohnen
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) setzt auch im Jahr 2026 das erfolgreiche Bundesförderprogramm Rehkitzrettung fort. Ziel des Programms ist es, Vereine bei der Anschaffung moderner Drohnen mit Wärmebildkamera zur Rehkitzrettung zu unterstützen, um Rehkitze und andere Wildtiere während der Mahd vor dem Mähtod zu schützen.
Für das Förderjahr 2026 stellt der Bund insgesamt 2,1 Millionen Euro im Rahmen der Drohnen-Förderung zur Rehkitzrettung bereit. So können Vereine einen Festbetrag von bis zu 3.000 Euro Förderung pro Drohne erhalten.
Der Einsatz von Wärmebilddrohnen zur Rehkitzrettung hat sich in den vergangenen Jahren als besonders effektive Methode etabliert, um Rehkitze frühzeitig in Wiesen zu lokalisieren und in Sicherheit zu bringen.
Warum Drohnen bei der Rehkitzrettung eingesetzt werden
Während der Mähsaison verstecken sich junge Rehkitze instinktiv im hohen Gras. Anstatt zu fliehen, drücken sie sich bei Gefahr an den Boden. Dadurch werden sie für Landmaschinen oft erst spät sichtbar.
Die Rehkitzrettung mit Drohnen und Wärmebildkameras ermöglicht es, Wiesen vor der Mahd systematisch zu überfliegen und Wärmequellen im Gras zu erkennen. So können Rehkitze frühzeitig gefunden und von Helfern aus der Gefahrenzone gebracht werden.
Der Einsatz dieser Technologie hat sich bundesweit als wichtige Unterstützung etabliert – insbesondere für:
Jäger
Kitzrettungsvereine
Landwirte
Naturschutzinitiativen
Höhe der Förderung 2026
Im Rahmen des Bundesförderprogramms für Drohnen zur Rehkitzrettung wird die Anschaffung geeigneter Drohnen mit Wärmebildkamera finanziell unterstützt.
Förderdetails im Überblick:
Fördervolumen: 2,1 Millionen Euro
Zuschuss: bis zu 3.000 € pro Drohne
Förderung: Festbetrag
Förderung gilt für: Drohnen mit Wärmebildkamerasystem zur Rehkitzrettung
Wer eine Förderung beantragen kann
Antragsberechtigt sind bestimmte Organisationen in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Dazu gehören insbesondere:
Kreisjagdvereine
Jägervereinigungen auf regionaler, lokaler oder Kreisebene
eingetragene Kitzrettungsvereine
Voraussetzung ist, dass die Rehkitzrettung mit Drohnen oder die Förderung der Jagdwesens Teil der Vereinssatzung ist.
Wer keine Förderung erhalten kann
Nicht antragsberechtigt sind unter anderem:
Privatpersonen
Einzelunternehmen
Jagdgenossenschaften
Hegegemeinschaften in Form einer GbR
Vereine in Gründung
Das Programm richtet sich damit gezielt an organisierte Initiativen, die regelmäßig Drohnen zur Rehkitzrettung einsetzen.
Antragstellung für das Förderprogramm
Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online über das elektronische Antragssystem.
Wichtige Informationen:
Pro Antragsteller kann ein Förderantrag gestellt werden
Die Antragstellung ist bis zum 30. Juni 2026 vorgesehen
Vor Antragstellung sollten unbedingt Richtlinie und FAQ des Programms gelesen werden
Den aktuellen Stand des Antragsverfahrens und weitere Informationen stellt das Ministerium hier bereit!
Geeignete Drohnen für die Rehkitzrettung
Für die Rehkitzrettung werden spezielle Wärmebilddrohnen benötigt, die speziell für den Einsatz mit Wärmebildsensorik ausgelegt sind. Wichtige Eigenschaften sind unter anderem:
integrierte oder kompatible Wärmebildkamera
ausreichende Flugzeit für die Flächenkontrolle
stabile Fluglage und präzise Steuerung
zuverlässige Return-to-Home-Funktion
Professionelle Drohnen mit Wärmebildkamera zur Rehkitzrettung ermöglichen eine schnelle und effiziente Suche – insbesondere in den frühen Morgenstunden, wenn Temperaturunterschiede am besten erkennbar sind.
Technologie als Unterstützung für den Wildtierschutz
Die Kombination aus moderner Drohnen-Technologie und Wärmebilddrohnen mit dem Engagement vieler Ehrenamtlicher hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, tausende Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren.
Mit der Fortführung des Bundesförderprogramms Rehkitzrettung 2026 unterstützt der Bund weiterhin den Einsatz digitaler Technologien im Natur- und Tierschutz und stärkt die Arbeit zahlreicher Vereine und Initiativen in Deutschland.