Projekt "Advanced Air Space Mapping"
Drei Jahre Forschung und Entwicklung im Projekt ADAM (Advanced Air Space Mapping) gehen in die finale Phase. Bei der Abschlussveranstaltung in Kamenz präsentierten die Projektpartner ihre Ergebnisse und zeigten, wie hochauflösende Kartendaten künftig zur sicheren und skalierbaren Nutzung von Drohnen im unteren Luftraum beitragen können.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie mit Hilfe hochauflösender 3D-Karten die Betriebssicherheit von unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) erhöht und deren Zulassung vereinfacht werden kann. Die entwickelten Lösungen sollen damit einen Beitrag zur weiteren Automatisierung des Drohnenflugs und zur Integration von UAS in den Luftraum leisten.
Hochauflösende Kartendaten für sichere Drohnenflüge
Das ADAM-Projekt setzt auf die Kartierung des unteren Luftraums mit Hilfe drohnenbasierter Sensordaten. Durch KI-gestützte Datenauswertung und präzise Ortung entstehen georeferenzierte und annotierte Voxelkarten.
Im Projekt wurden unter anderem Verfahren zur Sensordatenfusion und zur KI-basierten Annotation der Voxelkarten entwickelt. Auf Basis neu erfasster hochpräziser Voxelkarten sind darüber hinaus automatisierte Flugdemonstrationen außerhalb der Sichtweite, sogenannte BVLOS-Flüge (Beyond Visual Line of Sight), Teil des Projekts.
Vom Kartenmaterial zum U-Space: Der Beitrag von Droniq
Damit hochauflösende Kartendaten einen tatsächlichen Mehrwert für Drohnenbetreiber bieten, müssen sie für die Planung und Durchführung von Flügen verfügbar gemacht werden. Genau hier setzt der Beitrag von Droniq im ADAM-Projekt an.
Droniq beschäftigt sich insbesondere mit der Bereitstellung der Voxelkarten an Drohnenbetreiber. Dafür wurde untersucht, welche systemischen und praktischen Anforderungen sich aus einer Erweiterung des Geo-Awareness-Service ergeben und wie sich diese umsetzen lassen.
Die im Projekt generierten Karten sollen perspektivisch als erweiterter beziehungsweise optionaler Geo-Awareness-Service über ein UTM-System zur Nutzung im U-Space bereitgestellt werden. Für die Demonstrationsflüge stellte Droniq zudem Zugänge zu dem im Forschungsprojekt weiterentwickelten UTM (Verkehrsmanagement für Drohnen) bereit.
Damit schlägt der Droniq eine wichtige Brücke: von der Erzeugung hochauflösender Umgebungsdaten hin zu ihrer Bereitstellung für zukünftige Drohnenoperationen.
ADAM-Abschlussevent in Kamenz
Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Testgelände von AEF – Autonom Elektrisch Fliegen in Kamenz kamen die verschiedenen Bestandteile des Projekts zusammen. Neben der Vorstellung der Projektergebnisse standen Flugdemonstrationen der entwickelten UAV-Systeme sowie verschiedene Fachvorträge auf dem Programm.
Die Themen reichten von der Erstellung und Verarbeitung hochauflösender Kartendaten über sichere Navigation bis zur Frage, wie die gewonnenen Daten künftig innerhalb des europäischen U-Space genutzt werden können.
Für Droniq stellte Susanne Günther vor, wie hochauflösende Kartendaten in den europäischen U-Space integriert und für zukünftige Drohnenoperationen eingesetzt werden können.
Drei Jahre gemeinsame Forschung für die Zukunft des Drohnenflugs
Das Abschlussevent markiert einen wichtigen Meilenstein nach drei Jahren gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die Arbeiten rund um ADAM sind damit jedoch noch nicht vollständig beendet: Bis zum offiziellen Projektabschluss werden die Ergebnisse weiter finalisiert und dokumentiert.
Die im Projekt entwickelten Lösungen zeigen zugleich, welche Rolle präzise digitale Informationen über den unteren Luftraum künftig spielen können. Gerade mit zunehmender Automatisierung von Drohnenoperationen wird es entscheidend, relevante Umgebungs- und Luftrauminformationen zuverlässig für die Flugplanung und -durchführung zur Verfügung zu stellen.
Wir bedanken uns bei allen Projektpartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch der vergangenen drei Jahre sowie bei allen Beteiligten, die das Projekt ermöglicht und unterstützt haben.