Hohe Bedrohungswahrnehmung trifft vielerorts auf fehlende Schutzmaßnahmen
Frankfurt, 16.09.2026 – Drohnen sind für Betreiber kritischer Infrastrukturen längst kein Zukunftsthema mehr. Das zeigt eine bundesweit durchgeführte Umfrage der Droniq GmbH und des Bundesverbands für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V. (BSKI) unter 104 Teilnehmenden aus verschiedenen KRITIS-Sektoren. Mehr als die Hälfte der befragten Organisationen berichtet von unautorisierten oder sicherheitsrelevanten Drohnenflügen in den vergangenen zwölf Monaten.
Insgesamt 83 Prozent der Befragten sehen Drohnen bereits heute oder künftig als Bedrohung für ihre Organisation. Knapp 55 Prozent der Betroffenen berichten von unautorisierten oder sicherheitsrelevanten Drohnenflügen innerhalb der vergangenen zwölf Monate.
Die Umfrage zeigt zugleich eine Lücke zwischen Risikowahrnehmung und Vorbereitung. Trotz der hohen Bedrohungswahrnehmung haben 47 Prozent der betroffenen Organisationen bislang keine Maßnahmen zur Drohnendetektion umgesetzt. Weitere 24 Prozent beobachten den Markt, während lediglich 29 Prozent bereits Lösungen testen oder einsetzen. Gleichzeitig steigt die Handlungsbereitschaft mit der Betroffenheit: 62 Prozent der Organisationen, die bereits sicherheitsrelevante Drohnenflüge erlebt haben, beschäftigen sich aktiv mit Drohnendetektion oder beobachten entsprechende Lösungen am Markt.
Als größte Risiken nennen die Befragten Sabotage und die Störung von Betriebsabläufen. Zusammen entfallen 86 Prozent der Nennungen auf diese beiden Gefahren. Spionage- und Datenschutzrisiken spielen dagegen eine deutlich geringere Rolle.
„Sicherheit beginnt mit Sichtbarkeit“, sagt Droniq-CEO Jan-Eric Putze. „Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen wissen, was in ihrem Luftraum passiert. Die Umfrage zeigt, dass das Bewusstsein für diese Herausforderung wächst und sich immer mehr Organisationen mit Möglichkeiten zur Überwachung ihres Luftraums beschäftigen. Entscheidend ist dabei aber nicht nur, Drohnen zu erkennen, sondern auch beurteilen zu können, welche Fluggeräte dort sein dürfen und welche nicht.“
Viele Investitionsentscheidungen stehen noch aus
45 Prozent der befragten Organisationen prüfen aktuell den Einsatz oder Ausbau von Drohnendetektionslösungen. Gleichzeitig verfügen bislang nur 16 Prozent über konkrete Einführungs- oder Ausbaupläne bis Ende 2026.
Bei den Unternehmen, bei denen bisher keine Einführung vorgesehen ist, liegen die Gründe vor allem in der internen Priorisierung: Jeweils 44 Prozent nennen den Vorrang anderer Sicherheitsmaßnahmen oder stufen das Thema intern nicht als kritisch ein. Fehlendes Know-how, Kosten und rechtliche Unsicherheiten werden jeweils von 28 Prozent genannt.
Bei der Auswahl möglicher Systeme stehen Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit im Vordergrund. Für 68 Prozent der Befragten ist eine hohe Detektionssicherheit das wichtigste Kriterium. Danach folgen eine möglichst frühzeitige Erkennung sowie rechtliche und regulatorische Sicherheit.
Über die Umfrage
Die Umfrage zur Drohnendetektion an kritischen Infrastrukturen wurde gemeinsam von der Droniq GmbH und dem Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V. (BSKI) durchgeführt. Insgesamt gingen 104 gültige Datensätze von Vertretern verschiedener KRITIS-Sektoren in die Auswertung ein.
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Droniq GmbH
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Über die Droniq
Die Droniq GmbH ist ein 2019 gegründetes Joint Venture der DFS Deutsche Flugsicherung (51% Anteil) und der Deutschen Telekom (49% Anteil). Das in Frankfurt am Main ansässige Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, den professionellen und sicheren Einsatz von Drohnen bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie bei Unternehmen zu fördern.
Kern des Produktangebots von Droniq ist das Droniq Verkehrsmanagementsystem für Drohnen (UTM). Das UTM zeigt dem Piloten den gesamten ihn umgebenden Flugverkehr an – bemannt wie unbemannt. Ferner können auch die anderen Flugverkehrsteilnehmer die Drohne bei Bedarf sehen. Mit diesem in Deutschland einmaligen System schafft Droniq die Grundlage, Drohnen auch außerhalb der Sichtweite sicher einzusetzen.
Zu den weiteren von der Droniq angebotenen Leistungen zählen der Verkauf von Drohnen für den gewerblichen und behördlichen Drohneneinsatz sowie Hard- und Software-Lösungen für den sicheren Betrieb. Darüber hinaus unterstützt sie ihre Kunden bei der Beantragung von Betriebserlaubnissen und berät bei der Missionsplanung. Mit ihrem Drones-as-a-Service-Bereich übernimmt die Droniq für ihre Kunden zudem bei Bedarf die Befliegungen und kümmert sich um alle damit verbundenen Anforderungen.
Mit ihrer u. a. Frankfurt und Mönchengladbach vertretenen Droniq Academy bietet die Droniq zudem die Möglichkeit, Schulungen und Prüfungen für Fernpiloten zu absolvieren. Zu den Kunden der Droniq zählen u.a. Bundes- und Landespolizeieinheiten sowie Feuerwehren, Rettungskräfte und Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Logistik, Bau und Security.
Über den BSKI
Der Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V. (BSKI) vertritt die Interessen von Betreibern, Dienstleistern und Institutionen im Bereich des Schutzes Kritischer Infrastrukturen in Deutschland. Der Verband fördert den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft und setzt sich für eine widerstandsfähige Versorgungssicherheit ein.