Warum Transparenz im Luftraum immer wichtiger wird
Drohnen gehören heute bei vielen Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutzeinheiten zur Standardausrüstung. Sie unterstützen bei Personensuchen, der Dokumentation von Schadenslagen, der Erkundung von Wald- und Flächenbränden sowie bei der Beurteilung von Unwettereinsätzen.
Mit der zunehmenden Zahl von Drohneneinsätzen wächst jedoch auch die Herausforderung, den Überblick über alle Luftbewegungen im Einsatzgebiet zu behalten.
Wenn mehrere Luftfahrzeuge gleichzeitig im Einsatz sind
Besonders bei größeren Schadenslagen oder Personensuchen treffen häufig verschiedene Akteure im selben Luftraum aufeinander:
- Drohnen von Feuerwehr und Katastrophenschutz
- Polizeihubschrauber
- Rettungshubschrauber
- private Luftfahrzeuge
Für Einsatzleitungen entsteht dadurch die Aufgabe, alle Luftbewegungen zu koordinieren und gleichzeitig die Sicherheit der eingesetzten Kräfte zu gewährleisten.
Mehr Luftverkehr, höhere Anforderungen an die Koordination
In vielen Fällen erfolgt die Abstimmung noch immer über Funk oder direkte Absprachen. Das funktioniert, solange nur wenige Luftfahrzeuge beteiligt sind.
Mit steigender Komplexität wird ein aktuelles Lagebild jedoch zunehmend wichtiger.
Einsatzleitungen benötigen Informationen darüber:
- welche Luftfahrzeuge sich im Einsatzraum befinden,
- aus welcher Richtung sie kommen,
- welche Flughöhen sie nutzen,
- und wie sich ihre Positionen verändern.
Luftlage direkt in der Einsatzführung
Eine Möglichkeit besteht darin, Luftlagedaten direkt in bestehende Einsatzführungssysteme zu integrieren.
Dadurch müssen keine zusätzlichen Anwendungen genutzt werden und alle relevanten Informationen stehen direkt in der Lagekarte zur Verfügung. Die Einsatzleitung erhält so ein gemeinsames Lagebild für Luft- und Bodeneinsatzkräfte.
Praxisbeispiel: Katastrophenschutz Weilheim-Schongau
Die UG-ÖEL des Katastrophenschutzes Weilheim-Schongau setzt die Droniq-Luftlage direkt in edp:map ein.
Insbesondere bei Personensuchen unterstützt das integrierte Luftlagebild die Koordination von Drohnen und Hubschraubern.
Der Abschnittsleiter Luft kann Luftbewegungen besser nachvollziehen und dokumentieren. Gleichzeitig profitieren Einsatzleitung, Führungsstellen und Behörden von einem gemeinsamen Informationsstand.
Copyright Bildmaterial: Katastrophenschutz Weilheim-Schongau
Fazit: Luftlagebilder werden zum Standard für moderne Einsatzleitungen
Je häufiger Drohnen bei BOS-Einsätzen eingesetzt werden, desto wichtiger wird die Transparenz im Luftraum.
Ein integriertes Luftlagebild unterstützt Einsatzleitungen dabei, Entscheidungen schneller zu treffen, Luft- und Bodeneinsatzkräfte besser zu koordinieren und die Sicherheit aller Beteiligten zu erhöhen.