Vom Pilotprojekt zur skalierbaren UAS-Anwendung
Der Einsatz von Drohnen im industriellen Umfeld entwickelt sich zunehmend vom einzelnen Pilotprojekt hin zu skalierbaren, regulierten Anwendungen. Ein aktueller CHEManager-Beitrag zeigt am Beispiel von Ursa-Chemie, wie ein solcher Use Case heute bereits erfolgreich umgesetzt wird – und welche Entwicklungsperspektiven sich daraus ergeben.
Während die Kundenstory den Projektverlauf und die Umsetzung im Detail beleuchtet, liegt der Fokus dieses Beitrags auf den regulatorischen, betrieblichen und strategischen Aspekten des Drohnenbetriebs sowie auf den nächsten Entwicklungsschritten in Richtung Automatisierung und BVLOS.
Industrieller Drohnenbetrieb braucht mehr als Technik
Der Probentransport zwischen zwei Werksgeländen mag auf den ersten Blick überschaubar wirken. In der Praxis erfordert er jedoch ein belastbares Betriebskonzept, klare Rollen, geschultes Personal und vor allem eine behördlich genehmigte Betriebsstruktur.
Gerade im industriellen Umfeld zeigt sich, dass erfolgreiche Drohnenanwendungen nicht allein von der eingesetzten Technik abhängen. Entscheidend sind vielmehr klare Prozesse, regulatorische Absicherung und die Fähigkeit, den Drohnenbetrieb zuverlässig in bestehende Abläufe zu integrieren.
Regulatorische Grundlage: ConOps, SORA und Betriebsgenehmigung
Für den Drohnenbetrieb bei Ursa-Chemie wurde ein vollständiges Betriebskonzept (Concept of Operations, ConOps) entwickelt. Darauf aufbauend erfolgte eine Risikoanalyse nach SORA, die die Grundlage für die behördliche Betriebsgenehmigung bildete.
Diese regulatorische Vorbereitung ermöglicht es, die Drohne heute bereits zuverlässig im genehmigten Korridor zwischen den beiden Werksgeländen einzusetzen – und bildet zugleich die Basis für zukünftige Erweiterungen des Betriebs.
Qualifizierung und Luftraumtransparenz als Erfolgsfaktoren
Ein sicherer Drohnenbetrieb endet nicht mit der Genehmigung. Ebenso entscheidend sind qualifizierte Fernpiloten und eine kontinuierliche Überwachung des umliegenden Luftraums.
Bei Ursa-Chemie wurden vier Mitarbeitende für den Drohnenbetrieb geschult und erfolgreich zur A2-Fernpilotenprüfung geführt. Ergänzend sorgt eine digitale Luftlageüberwachung für zusätzliche Transparenz und Sicherheit im laufenden Betrieb.
Blick nach vorn: BVLOS, 5G und autonome Prozesse
Der CHEManager-Artikel macht deutlich, welches Potenzial über den heutigen Betrieb hinaus besteht: Perspektivisch sollen autonome Flüge außerhalb der Sichtweite (BVLOS) ermöglicht werden – etwa durch die Integration von 5G-Mobilfunktechnologie und die Einbindung in ein digitales Luftlagebild.
Solche Entwicklungen eröffnen neue Anwendungsfelder, von weiterführender Werkslogistik bis hin zu sicherheitsrelevanten Einsätzen. Entscheidend ist dabei stets, dass technologische Innovation und regulatorische Anforderungen Hand in Hand gehen.
Fazit: Skalierbare Drohnenanwendungen brauchen Struktur
Das Projekt bei Ursa-Chemie zeigt exemplarisch, wie sich Drohnentechnologie nachhaltig in industrielle Prozesse integrieren lässt – nicht als Einzelmaßnahme, sondern als Teil einer langfristigen Digitalisierungsstrategie.
Droniq unterstützt Unternehmen dabei, genau diesen Weg zu gehen: von der ersten Idee über Genehmigung und Betrieb bis hin zur Skalierung und Automatisierung industrieller Drohnenanwendungen.