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FAQ

Unternehmen

1) Was ist Droniq?

Droniq versteht sich als führende digitale Plattform für die unbemannte Luftfahrt, um sinnvolle professionelle Drohnenflüge sicher und im Einklang mit den geltenden Regularien zu ermöglichen. Dazu verbinden wir in der Droniq GmbH das Luftfahrt-Know-how der DFS mit der Mobilfunk-Kompetenz der Telekom. Droniq bietet mit dem UAS Traffic Management System (UTM) basierend auf innovativer Mobilfunktechnologie eine Lösung, die Drohnen sicher und nachhaltig in den Luftraum integriert und Flüge außerhalb der Sichtweite ermöglicht.

2) Wer steht hinter Droniq?

Mit dem Gemeinschaftsunternehmen Droniq GmbH entstand Anfang 2019 eine gemeinsame Firma zwischen DFS und Telekom. Geschäftsziel ist die Erbringung, Vermarktung und der Vertrieb von Dienstleistungen für Drohnen und andere unbemannte Luftfahrzeuge in Europa. Seitens der DFS hält die Tochtergesellschaft DFS International Business Services GmbH (DFS IBS) 51 Prozent der Anteile, die Deutsche Telekom ist über ihre Gesellschaft Telekom Innovation Pool GmbH mit 49 Prozent beteiligt.

Geschäftsführer der Droniq GmbH ist seit dem 1. Januar 2019 Jan-Eric Putze, zuvor Geschäftsführer der R. Eisenschmidt GmbH. Ebenfalls Geschäftsführer seitens der Telekom ist Ralph Schepp, bisher Vice President für Technologieinnovation bei der Telekom AG.

Jan-Eric Putze ist Bankfachwirt, Verkehrspilot und Fluglehrer und trat 2007 als Consultant in die DFS ein. 2014 wechselte er zur R. Eisenschmidt GmbH und hatte dort seit 2016 die Geschäftsführungsposition inne.

Ralph Schepp ist Diplom-Kaufmann und seit mehr als 15 Jahren in der IT und Telekom-Branche tätig. Innerhalb der Deutschen Telekom AG führte er zuletzt die Bereiche Technologie- und Spektrum-Strategie für die Gruppe.

Die Droniq GmbH hat ihren Sitz am Europaturm in Frankfurt (Anschrift: Ginnheimer Stadtweg 88, 60431 Frankfurt).

3) Welche Gesellschafter unterstützen die Unternehmung?

DFS und Deutsche Telekom starteten im September 2016 das Forschungsprojekt „Connected Drones". Ziel war die sichere und effiziente Integration von unbemannten Fluggeräten (Unmanned Aircraft Systems, UAS) im bodennahen Luftraum mittels Mobilfunk. Mithilfe verschiedener Tests wurde bewiesen, dass über das Mobilfunknetz unbemannte Fluggeräte auch außerhalb der Sichtweite des steuernden Piloten geortet und überwacht werden können. Für die Darstellung und Verarbeitung der Positionsdaten der Fluggeräte entwickelte die DFS ein UAS Traffic Management System (UTM). Dieses basiert auf dem Flugsicherungssystem PHOENIX, das weltweit im Flugsicherungssektor im Einsatz ist. Die DFS gilt in Europa als richtungsweisend im Bereich UTM-Entwicklung. „Connected Drones“ wurde zudem mit dem Mobilitätspreis 2018 ausgezeichnet. Das Projekt wurde mit der Gründung der Droniq GmbH am 17.12.2018 erfolgreich abgeschlossen.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen, das mit seinen rund 5.400 Mitarbeitern (Stand 31.12.2018) für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf sorgt. Die rund 2.000 Fluglotsen leiten täglich bis zu 10.000 Flüge durch den deutschen Luftraum, im Jahr sind es ca. drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Tower an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. www.dfs.de

Die Deutsche Telekom AG gehört mit rund 178 Millionen Mobilfunk-Kunden, 28 Millionen Festnetz- und 20 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden, integrierten Telekommunikations-Unternehmen weltweit. Sie bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-TV für Privatkunden sowie Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2018 hat sie mit weltweit rund 216.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 75,7 Milliarden Euro erwirtschaftet – rund 66 Prozent davon außerhalb Deutschlands. (Stand 31.12.2018) www.telekom.com

Produkt

4) Was ist das Produkt-/ Leistungsportfolio?

Die Droniq bietet einen Einstieg in den kommerziellen Betrieb von unbemannten Fluggeräten (UAS) auf breiter Ebene, insbesondere für Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite im Einklang mit den Regularien. Dazu führen wir das deutschlandweit erste einsatzfähige UAS Traffic Management System (UTM) in den Markt ein, um Drohnen sicher und effizient in den Luftraum zu integrieren. Dieses System ist aktuell in einer Betaversion verfügbar.

Droniq bietet mit ihrer Plattform individuelle Servicepakete – inklusive SORA (Specific Operations Risk Assessment), Beantragung der Aufstiegserlaubnis bei den Landesluftfahrtbehörden, Schulung und Prüfung (Drohnenführerschein), Vermittlung geeigneter Partner von der Planung über die Ausführung bis hin zur Nachbereitung des Flugs (Datenanalyse und -auswertung).

Außerdem können zusätzliche Services in engem Zusammenhang mit der kompletten Luftlagedarstellung für den unteren Luftraum bis zum Boden auch für andere Nutzer bereitgestellt werden. Für Behörden werden digitale Schnittstellen zur Erteilung einer Aufstiegsgenehmigung sowie zur Errichtung von temporären Flugverbotszonen zur Verfügung gestellt.

5) Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?

Das UTM von Droniq kann von folgenden Kunden genutzt werden:

6) Was ist das Besondere an dem Angebot von Droniq?

Für alle Phasen des Flugs (Pre-Flight, In-Flight und Post-Flight Phase) bietet das UTM maßgebliche Leistungen zum sicheren Betrieb von UAS im Luftraum.

In der Pre-Flight Phase kann sich der Operateur im UTM registrieren, seine Mission planen und diese gegenprüfen (Sind Flugverbotszonen / Luftraumbeschränkungen vorhanden? Gibt es andere angemeldete Flugbewegungen? Benötige ich eine Aufstiegsgenehmigung oder eine SORA?).

In der In-Flight Phase kann der Operateur seine Drohne in Echtzeit tracken und andere Luftfahrzeuge in einer kombinierten Luftlagedarstellung beobachten, auch die, die sich außerhalb der Sichtweite des Nutzers befinden (bemannte sowie im UTM registrierte unbemannte). Außerdem erhält er nach Bedarf Echtzeitdaten wie Fotos oder Videos.

Die UTM-Komponenten der Post-Flight Phase helfen bei der Auswertung und Nachbereitung des Flugs (z. B. Pflege des Logbuchs, Incident Management, Batteriemanagement).

7) Kann der Kunde seine Lösung individuell gestalten?

Droniq bietet ihren Kunden alle Services rund um den Drohnenflug aus einer Hand. Dabei richtet sich das Servicepaket ganz nach den individuellen Bedürfnissen des Kunden. Bei Droniq bekommen Sie alle Produkte und Services, die für Ihren geplanten UAS-Flug erforderlich sind – von der Genehmigung, über Schulung bis hin zur Infrastruktur für die Ortung des Fluggeräts. Sprechen Sie uns einfach an! Kontakt

8) Gibt es auch Standard-Lösungen bzw. -Produkte und -Dienstleistungen?

Das Webinterface zur Darstellung der Luftlage sowie die Online-Schulungen zum Kenntnisnachweis sind Standardlösungen. Droniq plant zudem, aus individuellen Lösungen nach und nach Standardprodukte zu entwickeln. Kontakt

Leistungserbringung

9) Wie sieht der Ablauf einer Bestellung bzw. eines individuellen Auftrags aus?

Zunächst prüfen die Droniq-Experten, welche Auflagen – wie beispielsweise eine Aufstiegsgenehmigung – für Ihren geplanten UAS-Flug gelten. Sollte eine Genehmigung erforderlich sein, prüfen wir als nächstes, ob vor der Antragstellung eine gesonderte Risikoanalyse (SORA, von engl. Specific Operations Risk Assessment) sowie eine Betriebsbeschreibung (ConOps, von engl. Concept of Operations) vorliegen müssen. Sollte dies nicht nötig sein, führen wir gemeinsam mit Ihnen die Antragstellung durch.

Sofern eine SORA oder ein ConOps für Ihren Flug nötig ist, unterstützen wir Sie auf Basis Ihrer individuellen Vorkenntnisse und Anforderungen bei der Erstellung. Zusätzlich können wir Sie auf Wunsch auch für zukünftige Antragstellungen schulen und qualifizieren. Bei Bedarf helfen wir Ihnen anschließend bei der Auswahl von Drohnen, Technik und Personal sowie beim Erhalt der Flugverkehrskontrollfreigabe durch die Flugsicherung, der Missionsplanung oder sonstiger Kommunikation mit Behörden.

Sollte darüber hinaus eine Qualifikation für den Umgang mit der Drohne selbst erforderlich sein, halten wir auch hier Fortbildungsmöglichkeiten für Sie parat. Für den Flug erhalten Sie die nötige Infrastruktur von Droniq, bestehend aus einem System für die Bodensensorik, einem „LTE-Transponder“ (Hook-on-Device) zur Ortung ihres Fluggeräts während des Flugs sowie einem Online-Zugang, worüber Sie Ihr Fluggerät sowie weitere bemannte und unbemannte Flugbewegungen in der Nähe in Echtzeit beobachten können (UTM Beta).

10) Wer entwickelt unsere Lösung?

Der Service der Droniq wird von eigenen Mitarbeitern entwickelt, ebenso stehen bei Fragen zur UTM-Entwicklung oder der Mobilfunkkonnektivität die Experten von DFS und Telekom zur Verfügung.

11) Was benötigt Droniq für die Lösungsentwicklung?

Ob fertiges Konzept oder grobe Idee – egal welchen Detaillierungsgrad Ihr Projekt oder Ihre Geschäftsidee hat, Droniq ist immer der richtige Ansprechpartner. Zusammen mit Ihren Fachleuten entwickeln die Droniq-Experten die Grundlagen für die geplanten Drohnenaktivitäten und unterstützen bei der Überführung von der Testphase in einen Regelbetrieb.

Preis

12) Wie ist die Preisgestaltung?

Es gibt verschiedene, leistungsabhängige Preismodelle, die je nach Mission (erforderliches Datenvolumen, Länge der Flugstrecke, Häufigkeit der Flüge, erforderliche Hardware) variieren. Die exakte Preisbestimmung ist noch in Arbeit. In der Startphase arbeitet Droniq zunächst mit Paketangeboten.

Lieferung

13) Welche Lieferzeit müssen wir bei einer Bestellung einplanen?

Die Lieferzeiten variieren und sind abhängig vom gewünschten Servicepaket und dem Reifegrad Ihres Vorhabens. Viele Produkte im Bereich Schulung & Training sind onlinebasiert und standardisiert und können sofort genutzt werden.

Referenzen

14) Welche Lösungen sind bereits umgesetzt worden?

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Connected Drones“ gab es bereits zahlreiche Partner und Pilotkunden, mit denen wir bereits konkrete Anwendungen getestet und die Marktfähigkeit unseres Angebots bewiesen haben.